MotoGP 14 für die PlayStation Vita – Rasen auf zwei Rädern

Ich bin ja ein großer Fan von Racinggames, aber seit einigen Jahren haben es mir vor allem die Rennspiele auf zwei Rädern angetan. Egal ob Motocross oder klassische Motorradrennen, im Grunde bin ich für alle zu begeistern. Doch speziell die Racer von Milestone zocke ich gerne, weil sie für meinen Geschmack die Gratwanderung zwischen Arcadegameplay und Simulation gut hinbekommen. Im Zuge der Veröffentlichung von MotoGP 15 diesen Freitag, habe ich mich an den Vorgänger für die PlayStation Vita herangewagt, das ja leider der letzte Ableger für Sonys mobile Konsole der Serie sein wird.

Moto-GP-14-PlayStation-Vita-Review-01Ich habe vor einigen Monaten bereits MotoGP 13 für die Vita gespielt und mit der Platintrophäe beendet, weil es mir wirklich sehr gut gefallen hat. Allerdings musste man einen gewissen Mangel an Realismus bemängeln, da die Bikes schon zum Teil sehr leicht durch die Luft flogen, vor allem bei hohen Geschwindigkeiten. Konnte man das beim direkten Nachfolger ändern? Nicht nur das! Auch am Umfang wurde kräftig geschraubt. In der Fassung der 2013er Saison konnte man nur ein Einzelrennen und eine Karriere spielen. Hinzu kamen einzelne Rennen im Onlinemodus, so wie eine Meisterschaft, die man online mit anderen Spielern bestritt. Hier hat man im vorliegenden Spiel ordentlich nachgebessert. Neben Einzelrennen und Karrieremodus haben es weitere Modi mit ins Spiel geschafft.

Bei den Real Events könnt ihr prägende Ereignisse aus der vergangenen Saison umgestalten. Hierfür werden bestimmte Vorgaben erstellt wie »schafft ein Comeback im Rennen und arbeitet euch innerhalb zwei Runden auf Platz 1 vor«. Zusätzlich zum vorgegebenen Ziel gibt es weitere Restriktionen in den Rennen, wie beispielsweise dass ein Sturz die sofortige Niederlage bedeuten, was durchaus leicht passieren kann in den engen Kurven mancher Rennstrecke. Ähnlich ist der Challenge the Champions Spielmodus, bei dem auch 17 Situationen aus der MotoGP Geschichte nachgespielt werden können. Der Unterschied besteht jedoch hier darin, dass man mit den Helden der MotoGP aufs Stahlross steigt und sie in verschiedenen Aufgaben zum Sieg führt.

Moto-GP-14-PlayStation-Vita-Review-02In der Karriere selbst gibt‘s bewährte Kost. Erstellt euren eigenen Fahrer und fahrt bis an die Spitze der Königsklasse. Dabei beginnt man als Testfahrer in der Moto3 Serie und muss sich in ersten Rennen beweisen, um schließlich einen festen Vertrag bei einem Rennteam unterschreiben zu können. Ist dies geschafft heißt es fortan fürs eigene Team die vom Teamleiter vorgegebenen Aufgaben zu erfüllen und Punkte zu holen. So weit, so bekannt. Neu ist nun, dass man mit jedem Rennen so genannte Data Packs sammelt, die Ingenieure verwenden können um das eigene Bike zu verbessern. Die Kategorie wählt man selbst aus, sei es nun die Verbesserung des Motors oder das Getriebe. Bereits nach einigen Rennen merkt man eine spürbare Aufwertung.

Genauso wurde der Onlinemodus aufgestockt. Gab es im Vorgänger nur einfache Rennen oder kurze Meisterschaften zu fahren, hat man nun mehrere Rennmodi zur Wahl. Beispielsweise im Time Sprint fährt man auf einer vorher festgelegten Strecke zehn Minuten lang und versucht Bestzeiten aufzustellen. Nach Ablauf der Zeit wird festgestellt, welcher der maximal sechs Spieler die schnellste Zeit herausgeholt hat und dieser hat den Modus gewonnen. Quasi ähnlich einem Qualifiying einer normalen Rennstrecke, allerdings fährt man die komplette Zeit über, um seine Rundenzeit stetig zu verbessern und am Ende ganz oben auf dem Podium zu stehen.

Moto-GP-14-PlayStation-Vita-Review-03Soweit so gut, vom Umfang her passt also alles. Ansonsten fiel mir besonders der Schwierigkeitsgrad von MotoGP 14 auf. Da man die Fahrphysik deutlich verbessert und näher an die Realität gebracht hat, sind die Rennen auch insgesamt fordernder geworden. Selbst auf leichter Schwierigkeit ohne Schaden und ohne Strafzeit hab ich ordentlich zu tun mit den Gegnern Schritt zu halten. Bei manchen Strecken mehr als bei anderen. Das kann zu Anfang, wenn man nicht geübt ist, ganz schön frustrierend sein. Glücklicherweise bietet man beim ersten Spielstart dem Spieler ein Tutorial an, die auf Eigenheiten des motorisierten Zweirads eingeht und zeigt, was es zu beachten gilt.

Zu guter Letzt muss ich MotoGP 14 attestieren, dass es ein richtig launiges Game geworden ist. Ich habe es jetzt nur als mobile Variante für PlayStation Vita gezockt, aber diese macht schon einen Heidenspaß und sieht auch echt gut aus. Da wurde der Vorgänger wirklich in allen Belangen verbessert und es ist wirklich schade, dass MotoGP 15 nicht mehr für die Vita umgesetzt wurde. Vielleicht gibt es ja noch eine Möglichkeit Milestone zum Umdenken zu bewegen und es doch noch dafür zu veröffentlichen. Ich wäre wohl einer der ersten, der es sich zulegen würde!

Advertisements

Veröffentlicht am Juli 2, 2015 in Reviews und mit , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: